Trauben-, Gersten- … Apfelsaft!

Jetzt da es einen österreichischen, sogar noch besser: einen steirischen, Cider – den „Thronprinz“ – gibt, wird es Zeit die heimische Trinkkultur unter die Lupe zu nehmen und zu fragen, was denn ein Cider überhaupt ist oder wieso gerade das Getränk den traditionellen Bier- bzw. Weintrinker zum (Ab-)Wechseln verleiten könnte.

Ganz unbekannt ist die gekelterte Alternative zum Wein ja nicht: Most, vergorener Apfel- oder Traubensaft, wurde früher auf beinahe jedem Hof für den Eigenbedarf hergestellt. In Schweden ist eine süßere Variante des Cider aus Birnen besonders beliebt. Vom Apfelwein berichtet Herodot erstmals 400 v. Chr.: in der kleinasiatischen Region Side, der der Cider seinen Namen bis heute verdankt, presste man Äpfel und trank deren Saft. Weltweit kennt man heute viele Ciderarten, ob in Mexiko, Neuseeland, England oder den USA oder Frankreich – nennt sie zwar von Region zu Region unterschiedlich, genießt sie jedoch überall gekühlt und als leicht alkoholisches Erfrischungsgetränk. Man darf also gespannt sein, welche Trinkkultur die Österreicher für ihren Cider entwickeln.

THRONPRINZ_ÄpfelundFlasche_Fotocredit_AlexanderSattler.jpg

(c) Thronprinz Cider

Und man darf hoffen, dass beim österreichischen Cider mehr im Glas landet – als beispielsweise in Spanien. Dort wird in Andenken an die Fasslagerung auch Flaschencider aus mindestens einem Meter Höhe ins Glas eingeschenkt, um den enormen Druck, mit dem der Cider früher aus dem Fass schoss, zu simulieren.

Na dann – Prost!

 

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